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Darmspiegelung (Koloskopie) in unserer Praxis

Die Darmspiegelung erfolgt in ganz privater Atmosphäre in der Praxis ohne Zeitdruck mit modernem Equipment (Video-Koloskopie)

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Neu in der Praxis: 3-D Endosonographie

Die dynamische dreidimensionale Sonographie ist fester Bestandteil des diagnostischen Programms und hilfreich bei schwierigen Entscheidungsfindungen. Nicht nur bei komplizierten Fistelverläufen, sonder auch im Rahmen der Beckenbodendiagnostik wird diese neue Untersuchungstechnik angewandt.

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Neues Buch von Prof. Dr. Prohm für Patienten über Hämorrhoiden

Ein neues Buch über Hämorrhoiden und allem was dazu gehört wird hier vorgestellt. Kein Buch für Spezialisten, sondern für Patienten mit reichlich Bildmaterial. Es ist im gut sortierten Buchhandel erhältlich.

 

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Vortrag auf dem ASCRS-Kongress in Hollywood, Florida, Mai 2014

Gemeinsam mit seinem ehemaligen Oberarzt Dr. Kowallik berichtete Prof. Prohm auf dem Kongress der Amerikanischen Gesellschaft für Kolorektalchirurgen in Hollywood/Florida über 3-D-Endosonographie des Beckenbodens. Der Titel des Vortrags lautet:„ Three-Dimensional Analysis of Pelvic Floor Disorders- A Real Diagnostik Tool For Individual Therapy in Obstructive Defecation Syndrome Patients“ Näheres hier

Sakralnervenstimulation =SNS

Der äussere Schrittmacher zur Teststimulation
Der endgültige Schrittmacher (unter der Haut) im Röntgenbild mit der Elektrode am Nerven

“Stuhlinkontinenz tötet nicht, aber sie nimmt den Patienten das Leben”

Unter Stuhlinkontinenz versteht man den unkontrollierten Abgang von festem oder flüssigem Stuhl. Diese Erkrankung gilt noch immer als großes Tabuthema, obwohl ca. 2% der Gesamtbevölkerung davon betroffen sind. Man schätzt, dass ca. 27% der Frauen bei Erstgeburten Schädigungen des analen Schließmuskels erleiden. Nerven des Beckenbodens können durch eine schwierige Entbindung sowie durch permanentes verstärktes Pressen bei der Stuhlentleerung geschädigt werden und somit eine Stuhlinkontinenz hervorrufen. Stuhlinkontinenz führt nicht selten zum vollständigen Rückzug aus dem gesellschaftlichen Leben. Bei 70-80% der betroffenen Patienten lassen sich mit konservativen Therapiemethoden, wie diätetische Maßnahmen, Medikamente, Beckenbodentraining, Biofeedback oder Darmspülungen ausreichende Behandlungsresultate erzielen. Aber auch für die restlichen Patienten gibt es noch hinreichende therapeutische Möglichkeiten: z.B. können rekonstruktive Operationen am analen Schließmuskel zum Einsatz kommen, wenn der Schließmuskel nachweislich geschädigt ist. Langzeitergebnisse dieser rekonstruktiven Operationen werden allerdings von Experten kritisch bewertet. Schließmuskelersatzverfahren oder ku?nstlicher Darmausgang werden aufgrund ihrer Invasivität nur als letzte Alternativen angesehen. Nicht selten spielen neben der Schließmuskelschwäche auch andere Faktoren fu?r die Stuhlinkontinenz eine Rolle, wie z.B. anale Motilität, Sensibilität und Kontraktilität im Enddarmbereich sowie die Funktionalität des Beckenbodens. Ein Therapiekonzept, das mehrere dieser Faktoren potentiell beeinflusst, ist die sakrale Neurostimulation oder InterStim-Therapie, die seit mehr als 10 Jahren erfolgreich in spezialisierten Inkontinenzkliniken eingesetzt wird.

Die InterStim-Therapie™ bietet den Patienten viele Vorteile:  
1.Das individuelle Behandlungsergebnis lässt sich sehr gut durch einen einfachen diagnostischen Test (PNE-Test) vorhersagen
2. Das Verfahren ist wenig invasiv und ist mit einer relativ niedrigen Komplikationsrate verbunden
3. Der Eingriff ist reversibel, die Implantate lassen sich also einfach austauschen oder entfernen

Wie funktioniert die InterStim™-Therapie ?
Bei der Interstim-Therapie wird eine Elektrode unter Röntgenkontrolle im Bereich des Kreuzbeines an den so genannten sakralen Spinalnerven implantiert, die den Enddarm und den Verschlussapparat versorgen. Ein Neurostimulator, der zusätzlich im Gesäß- oder Unterbauchbereich implantiert wird, gibt über die Elektrode ähnlich wie ein Herzschrittmacher permanente schwache elektrische Impulse an diese Sakralnerven ab (siehe Bild). Da die Sakralnerven die Funktionen des Beckenbodens steuern, wird der anale Schließmuskel durch die elektrischen Impulse des Schrittmachers gestärkt und seine Funktion wiederhergestellt. Der Patient verspürt die elektrischen Impulse meist als leichtes Kribbeln. Nach einiger Zeit werden diese Impulse aber von vielen Patienten gar nicht mehr bewusst wahrgenommen. Der gesamte Eingriff dauert ca. 30-40 Minuten und kann im Rahmen eines kurzstationären Krankenhausaufenthaltes durchgeführt werden. Die eingesetzten Implantate sind von geringer Größe, so dass sie äußerlich nicht bemerkt werden. Der Schrittmacher lässt sich jederzeit nach dem Eingriff von Außen (telemetrisch) u?ber ein Steuergerät des Arztes programmieren und fein abstimmen, so dass auch später das klinische Ergebnis immer wieder optimiert werden kann. Der Patient erhält eine Fernbedienung, über die er den Schrittmacher jederzeit aus- und einschalten kann sowie die Stärke der elektrischen Impulse variieren kann. Die Batterie des Schrittmachers hat etwa eine Lebensdauer von 5-9 Jahren, abhängig von den Stimulationsparametern. Danach muss der Schrittmacher in einem kleinen Eingriff ausgetauscht werden.

Nach klinischen Studien werden mit der InterStim- Therapie Erfolgsraten von 90% erzielt. Die Anzahl der Inkontinenzepisoden pro Woche verbesserte sich in einer europäischen Studie von 16.4 auf 2.0. 44 bis 73% der Patienten wurden durch die InterStim- Therapie sogar für festen und flüssigen Stuhl vollständig kontinent. Viele Patienten genießen auch durch die verbesserte Fähigkeit den Stuhlgang aufzuschieben eine völlig neue Lebensqualität. Auftretende Komplikationen, wie z. B. Infektionen, Verrutschen der Elektrode oder Schmerzen sind selten und gut beherrschbar.

Lediglich 4% der Schrittmacher mussten wieder entfernt werden. Die InterStim™-Therapie eignet sich auch für Patienten mit Rückenmarksverletzungen, multipler Sklerose sowie für Patienten nach erfolgloser operativer Rekonstruktion des Schließmuskels, sofern der diagnostische PNE-Test positiv verlaufen ist. Der PNE-Test ist eine vorübergehende Teststimulation, um den Therapieerfolg unter Alltagsbedingungen u?ber 2-3 Wochen zu testen. Die InterStim™-Therapie kann ebenfalls bei Patienten mit einer begrenzten Lücke des analen Schließmuskels eingesetzt werden. Stuhlinkontinente Patienten, die gleichzeitig unter einer überaktiven Blase (Harninkontinenz) leiden, eignen sich ebenfalls für die InterStim-Therapie.

Nach heutigem Kenntnisstand eignen sich Patienten mit entzündlichen Darmerkrankungen (z.B. Morbus Crohn) oder unkorrigiertem Rektumprolaps (Darmvorfall) nicht für die InterStim-Therapie. Patienten, die sich unmittelbar einem operativen Eingriff am Rektum (Enddarm) unterziehen mussten, eignen sich ebenfalls nicht.

WAS IST EIN KOLOPROKTOLOGE?

Koloproktologen sind Spezialisten in der chirurgischen und nicht chirurgischen Behandlung von Erkrankungen des Dickdarms (Kolon) und des Enddarms (Procton). Als Allgemeinchirurgen haben sie sich speziell in der Behandlung von Dick- und Enddarmerkranken fortgebildet. Koloproktologen behandeln gutartige und bösartige Erkrankungen, führen routinemäßig Vorsorgeuntersuchungen durch und sind, falls nötig, in der Lage, chirurgische Eingriffe am Dick- und Enddarm auf hohem fachlichen Niveau durchzuführen.

 

Sind die Bakterien schuld?

Eine neue Sicht auf das Problem „Übergewicht“ wird von Prof. Dr. Prohm dargestellt Das Mikrobiom, die Darmflora spielt hierbei eine entscheidende Rolle.

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Prof. Prohm erläutert Longo-Methode im ZDF

in der Sendung „Volle Kanne“ erläutert Prof. Dr. Prohm die Vorteile des neuen Verfahrens der Stapler-Methode zur Behandlung des Hämorrhoidalleidens. Prof. Dr. Prohm war maßgeblich an der Einführung des neuen Verfahrens in Deutschland beteiligt.

Expertentreff in Rom

Vortrag durch Prof. Dr. Prohm Auf einem Expertentreff italienischer und deutscher Spezialisten für Koloproktologie stellte Prof. Dr. Prohm sein Verfahren zur Rektocelenbeseitigung vor. Mit einem Video konnten die einzelnen Operationsschritte eindrucksvoll dokumentiert werden. Gleichzeitig informierte er sich über ein brandneues Verfahren zur Beseitigung des inneren Mastdarmvorfalls indem er mehreren Live-Op´s im Operationssaal beiwohnte.

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3D Atlas der Beckenboden-sonographie

Dr. Martin Kowallik und Prof. Dr. Peter Prohm fungieren als Herausgeber des ersten Atlas der dreidimensionalen Beckenbodensonographie weltweit. Der Atlas beschreibt umfassend die Konstellationen der Beckenbodenpathologien mit Beispielbildern und deren grafischer Bearbeitung und wendet sich haupstsächlich an den Poweruser, der täglich mit diesen diagnostischen Herausforderungen zu tun hat. Zusätzlich werden Weiterbildungskurse mit praktischen Übungen am Gerät angeboten.

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