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Darmspiegelung (Koloskopie) in unserer Praxis

Die Darmspiegelung erfolgt in ganz privater Atmosphäre in der Praxis ohne Zeitdruck mit modernem Equipment (Video-Koloskopie)

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Neu in der Praxis: 3-D Endosonographie

Die dynamische dreidimensionale Sonographie ist fester Bestandteil des diagnostischen Programms und hilfreich bei schwierigen Entscheidungsfindungen. Nicht nur bei komplizierten Fistelverläufen, sonder auch im Rahmen der Beckenbodendiagnostik wird diese neue Untersuchungstechnik angewandt.

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Neues Buch von Prof. Dr. Prohm für Patienten über Hämorrhoiden

Ein neues Buch über Hämorrhoiden und allem was dazu gehört wird hier vorgestellt. Kein Buch für Spezialisten, sondern für Patienten mit reichlich Bildmaterial. Es ist im gut sortierten Buchhandel erhältlich.

 

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Vortrag auf dem ASCRS-Kongress in Hollywood, Florida, Mai 2014

Gemeinsam mit seinem ehemaligen Oberarzt Dr. Kowallik berichtete Prof. Prohm auf dem Kongress der Amerikanischen Gesellschaft für Kolorektalchirurgen in Hollywood/Florida über 3-D-Endosonographie des Beckenbodens. Der Titel des Vortrags lautet:„ Three-Dimensional Analysis of Pelvic Floor Disorders- A Real Diagnostik Tool For Individual Therapy in Obstructive Defecation Syndrome Patients“ Näheres hier

WAS IST EIN MASTDARMVORFALL?

Der Mastdarmvorfall tritt als sichtbare Ausstülpung des Mastdarmes nach außen auf. In der frühsten Ausbildung bildet sich diese Ausstülpung spontan zurück und tritt nur während des Stuhlgangs auf. Im weiteren Verlauf jedoch kann sich dieser Vorfall auch außerhalb des Körpers fixieren und nur noch manuell zurückgeschoben werden. Eine Schwäche der Schließmuskulatur begleitet dieses Geschehen häufig. Damit verbunden sind häufig auch Symptome von Stuhlverlust (Inkontinenz) oder Schleimabgängen. Beide Geschlechter sind vom Mastdarmvorfall betroffen, wobei jedoch eine Häufung bei Frauen zu verzeichnen ist.

WIE ENTSTEHT EIN MASTDARMVORFALL?

Viele Faktoren spielen bei der Entwicklung eines Mastdarmvorfalls eine wesentliche Rolle. Häufig berichten die Patienten über eine lebenslange erschwerte Stuhlentleerung, die nur unter starkem Pressen möglich ist. Es können aber stressbedingte Veränderungen, wie z.B. nach Geburt, eine Rolle spielen. Selten beobachtet man eine genetische Veranlagung in einigen Familien. Die Entstehung des Mastdarmvorfalls erscheint im Wesentlichen durch einen Alterungsprozess, bei vielen Patienten mit der Schwächung von bandartigen Strukturen, die den Mastdarm innerhalb des Beckens befestigen, sowohl als auch einer Schwächung der Schließmuskulatur einhergehend. In einigen Fällen bestehen zudem neurologische Probleme, insbesondere bei Patienten mit Querschnittslähmungen oder Erkrankungen des Rückenmarks. Häufig ist eine einzelne Ursache beim Mastdarmvorfall nicht sicher auszumachen.

IST DER MASTDARMVORFALL IDENTISCH MIT DEM HäMORRHOIDALLEIDEN?

Obwohl einige Symptome sich durchaus gleichen können, wie z.B. der Blutabgang oder die Schleimbeimengungen des Stuhls sowie der Vorfall von tastbaren Knoten, bezieht der Mastdarmvorfall höher gelegene Wandstrukturen mit ein. Die Lokalisation der Hämorrhoiden und des Hämorrhoidalleidens geht hier von Gewebe unmittelbar im Bereich des Anus aus.

WIE WIRD DER MASTDARMVORFALL DIAGNOSTIZIERT?

Die Diagnosestellung beim ausgedehnten Mastdarmvorfall ist für den Arzt einfach, da sicht- und tastbar. Eine genaue Erhebung der Krankheitsgeschichte sowie eine genaue körperliche Untersuchung können Hinweise auf die Ursache geben. Ist der Mastdarmvorfall nicht sichtbar oder fixiert, kann es hilfreich sein, während der Untersuchung den Patienten zum Pressen aufzufordern.

Manchmal finden sich jedoch auch Fälle eines so genannten inneren Mastdarmvorfalls, der dann äußerlich nicht sichtbar ist, obwohl er die gleichen Symptome wie z.B. eine chronische Verstopfung hervorrufen kann. In dieser Situation können eine Röntgenuntersuchung (Defäkographie) sowie Spiegelung des Mastdarms hilfreich sein. Während der Defäkographie wird dem Patienten ein Kontrastmitteleinlauf verabreicht. Sodann wird er aufgefordert, diesen, ähnlich wie beim Stuhlgang, zu entleeren, während der Entleerungsvorgang mittels Röntgenkontrolle verfolgt wird.

Ergänzend kommen Druckmessungen der analen Schließmuskulatur sowie Funktionsanalysen der Muskelerregung (EMG) zur Anwendung.

WIE WIRD DER MASTDARMVORFALL BEHANDELT?

Obwohl eine chronische Verstopfung sowie das damit einhergehende übermäßige Pressen die Ursachen des Mastdarmvorfalls darstellen, führt deren Beseitigung nicht zur spontanen Rückbildung. Ist der Mastdarmvorfall einmal entstanden, bleibt nur die chirurgische Therapie.>br>
Es finden viele Verfahren ihre Anwendung zur chirurgischen Therapie des Mastdarmvorfalls. Der behandelnde Arzt muss neben der Ausprägung und der erhobenen Untersuchungsbefunde, vor allen Dingen auch das Alter des Patienten und dessen körperliche Verfassung berücksichtigen. In einem Aufklärungsgespräch wird dann mit dem Patienten die notwendige chirurgische Vorgehensweise, die entweder lokal, aber auch manchmal mittels Bauchschnitt erforderlich ist, festgelegt werden.

WIE ERFOLGREICH IST DIE BEHANDLUNG?

Das unmittelbare Behandlungsziel, nämlich die Beseitigung des Mastdarmvorfalls, hängt neben der chirurgischen Vorgehensweise auch von der allgemeinen Verfassung des Patienten sowie der zu vermeidenden Komplikationen ab. Sofern die Schließmuskulatur durch den Mastdarmvorfall geschwächt war, ist es möglich, dass die Symptome des Stuhlverlustes sich nach der Operation deutlich bessern. Auf jeden Fall müssen begleitende Ursachen, wie die chronische Verstopfung sowie das forcierte Pressen, nach einer operativen Therapie vermieden werden. In der großen Mehrheit können die Symptome und das erneute Auftreten eines Mastdarmvorfalls jedoch zufriedenstellend beherrscht werden.

WAS IST EIN KOLOPROKTOLOGE?

Koloproktologen sind Spezialisten in der chirurgischen und nicht chirurgischen Behandlung von Erkrankungen des Dickdarms (Kolon) und des Enddarms (Procton). Als Allgemeinchirurgen haben sie sich speziell in der Behandlung von Dick- und Enddarmerkranken fortgebildet. Koloproktologen behandeln gutartige und bösartige Erkrankungen, führen routinemäßig Vorsorgeuntersuchungen durch und sind, falls nötig, in der Lage, chirurgische Eingriffe am Dick- und Enddarm auf hohem fachlichen Niveau durchzuführen.

 

Prof. Prohm erläutert Longo-Methode im ZDF

in der Sendung „Volle Kanne“ erläutert Prof. Dr. Prohm die Vorteile des neuen Verfahrens der Stapler-Methode zur Behandlung des Hämorrhoidalleidens. Prof. Dr. Prohm war maßgeblich an der Einführung des neuen Verfahrens in Deutschland beteiligt.

Sind die Bakterien schuld?

Eine neue Sicht auf das Problem „Übergewicht“ wird von Prof. Dr. Prohm dargestellt Das Mikrobiom, die Darmflora spielt hierbei eine entscheidende Rolle.

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3D Atlas der Beckenboden-sonographie

Dr. Martin Kowallik und Prof. Dr. Peter Prohm fungieren als Herausgeber des ersten Atlas der dreidimensionalen Beckenbodensonographie weltweit. Der Atlas beschreibt umfassend die Konstellationen der Beckenbodenpathologien mit Beispielbildern und deren grafischer Bearbeitung und wendet sich haupstsächlich an den Poweruser, der täglich mit diesen diagnostischen Herausforderungen zu tun hat. Zusätzlich werden Weiterbildungskurse mit praktischen Übungen am Gerät angeboten.

Zum Atlas

Expertentreff in Rom

Vortrag durch Prof. Dr. Prohm Auf einem Expertentreff italienischer und deutscher Spezialisten für Koloproktologie stellte Prof. Dr. Prohm sein Verfahren zur Rektocelenbeseitigung vor. Mit einem Video konnten die einzelnen Operationsschritte eindrucksvoll dokumentiert werden. Gleichzeitig informierte er sich über ein brandneues Verfahren zur Beseitigung des inneren Mastdarmvorfalls indem er mehreren Live-Op´s im Operationssaal beiwohnte.

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