Über die Koloskopie (Dickdarmspiegelung)


Diese Information soll Ängste und Vorurteile, bezogen auf die Koloskopie, beseitigen. Oftmals liegen einfach falsche Informationen vor, da angebliche Grausamkeiten und schmerzhafte Erinnerungen das reale Bild trüben können.

Was ist nun eine Koloskopie?

Eine Koloskopie ist ein diagnostischer Eingriff, der es dem Arzt erlaubt, den gesamten Dickdarm bis zur Mündungsklappe des Dünndarmes und des Blinddarmes einzusehen. Durch eine vergrößernde Optik des Endoskopes (biegsamer Schlauch, der sich den Darmwindungen anpassen kann) sind sogar kleinste Veränderungen der Schleimhaut sowie Polypen und Tumoren sichtbar. Durch das Endoskop können, falls erforderlich, Proben aus der Schleimhaut entnommen und sogar Polypen entfernt werden.


Was ist ein Polyp und wie kann dieser entfernt werden?

Ein Polyp ist eine gutartige Neubildung innerhalb des Dickdarmes, der von Stecknadelkopfgröße bis Mandarinengröße reichen kann. Da mittlerweile bekannt ist, daß sich Polypen verändern können, bis hin zu Vorstufen des Dickdarmkrebses, müssen diese unbedingt entfernt werden und feingeweblich untersucht werden. Erst dann kann beurteilt werden ob eine gutartige Veränderung vorliegt oder bereits ein bösartiges Wachstum. Die Behandlung ist damit bereits eingeschlossen, eine Operation ist fast immer nicht mehr erforderlich, lediglich endoskopische Kontrollen, je nach dem Ergebnis der feingeweblichen Untersuchung. Die Entfernung des Polypen ist im übrigen völlig schmerzlos und wird elektrisch mit einer Schlinge (s.o.Bild) bewerkstelligt. Die elektro-chirurgischen Instrumente sind heute so konzipiert, dass eine Verletzung des Darmes sehr selten ist.

Was für Komplikationen können auftreten?

Komplikationen sind sehr selten, können aber trotz größter Erfahrung auftreten. Denkbar ist eine Verletzung des Darmes, die einen operativen Eingriff nötig machen kann oder eine Blutung, die jedoch auch über das Endoskop gestoppt werden kann. Bei irgendwelchen Problemen bin ich jederzeit, auch nachts, ansprechbar. Schmerzen bei der Untersuchung sind In der Regel nicht vorhanden, lediglich das Einblasen der Luft verursacht bei manchen Patienten Krämpfe, die aber durch Medikamente sofort behoben werden können. Auch Schmerzmittel oder leichte, schläfrig machende Medikamente, können verabreicht werden, dies ist aber nicht immer erforderlich. Auf Wunsch des Patienten werden aber auf jeden Fall Medikamente verabreicht, hier wird auch nicht diskutiert.

Wie muss ich mich vorbereiten?

Da verschiedene Arten der Vorbereitung existieren, gibt es zu dieser Patienteninformation eine gesonderte Beilage, die Sie ausgehändigt bekommen. Bitte richten Sie sich genau nach dieser Anweisung, da die Spiegelung um so schneller abläuft, je sauberer der Darm ist. Falls mit der Vorbereitung Probleme auftauchen, rufen Sie bitte an. Übrigens: die Ära „Bergisches Wasser“ mit 4 Litern ist vorüber, es reichen jetzt 2 Liter aus (1 Liter am Vortag, 1 weiterer Liter am Tag der Untersuchung)


Ist die Untersuchung schmerzhaft?

In der Regel nicht, lediglich das Einblasen der Luft verursacht bei manchen Patienten Krämpfe, die aber durch Medikamente sofort behoben werden können. Auch Schmerzmittel oder leichte, schläfrig machende Medikamente, können verabreicht werden, dies ist aber nicht immer erforderlich.

Wann weiss ich über das Ergebnis der Untersuchung Bescheid?

Sofort im Anschluß an die Untersuchung. Wichtige Befunde können schon während der Untersuchung über Video demonstriert werden. Das Ergebnis einer feingeweblichen Untersuchung dauert in der Regel 3 Tage und wird dann ebenfalls mit Ihnen besprochen.

 

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